Zwei Hände formen Teig auf einer Arbeitsfläche. Darüber steht der Titel „Zwischen Hoffnung und Hürden“ zur Fachkräfte-Einwanderung.
Studie

Zwischen Hoffnung und Hürden.

Realitäten der Arbeits- und Fachkräfte-Einwanderung aus Kenia, Georgien und Namibia
Aus der Reihe
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Wie kann Arbeitsmigration nach Deutschland fair gestaltet werden? Für viele Menschen aus Drittländern ist der Weg nach Deutschland ein Balanceakt zwischen Chance und Enttäuschung. Sie kämpfen mit Sprachbarrieren, langwierigen Anerkennungsverfahren oder ausbeuterischen Vermittlungsagenturen und prekären Arbeitsverhältnissen, während Betriebe oft überfordert sind mit Bürokratie und Integration.

Im Rahmen der Migrationsabkommen Deutschlands mit Georgien und Kenia und anhand eines IHK-Pilotprojekts zur Ausbildung in Namibia untersucht das Paper individuelle Wege und strukturelle Herausforderungen der Arbeitsmigration. Die Autor*innen haben mit vielen Betroffenen gesprochen – mit Saisonarbeiter*innen aus Georgien und Pflegefachkräften aus Kenia, aber auch mit Vermittlungsagenturen und Betrieben und Unternehmen, die Personal aus beiden Ländern anstellen. Die konkreten Fallbeispiele zeigen: Arbeitsmigration kann gewinnbringend sein – wenn sie fair und menschenwürdig gestaltet wird. Doch zwischen Fachkräftemangel hier und Braindrain dort braucht es mehr als politische Absichtserklärungen. Deshalb entwickelt das Paper konkrete Empfehlungen für Politik, Behörden und Wirtschaft. 

Produktdetails
Veröffentlichungsdatum
September 2026
Herausgegeben von
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Seitenzahl
55
Sprache der Publikation
Deutsch
Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung 4

  1. Kenia und Deutschland: Was die Migrationspartnerschaft wirklich bringt 
    (Bettina Rühl)
    Einleitung 6
    Ein politischer Rahmen, keine neue Rechtsgrundlage 7
    Deutschlands Motive: Fachkräftemangel und Migrationssteuerung 9
    Kenias Motive: Jugend, Arbeitsmarkt und politische Erwartungen 11
    Wie das Abkommen wirkt 13
    Ohne Sprache kein Zugang 14
    Anerkennungen bleiben der zweite Flaschenhals 16
    Vermittlung: Zwischen seriöser Begleitung und Ausbeutung 18
    Der Preis falscher Versprechen 20
    Wie gelingende Arbeitsmobilität aussieht 21
    Onboarding als Integrationsarbeit 22
    Zwischen Chance, Einsamkeit und Diskriminierung 23
    Warum Migration für Kenia mehr ist als Arbeitsmarktpolitik 25
    Empfehlungen 26
     
  2. Georgien und Deutschland: Faire oder prekäre Arbeit? 29
    (Dr. Tigran Petrosyan)
    Einleitung 29
    Faire Arbeit oder billige Arbeitskräfte? 30
    Georgien: Keine Arbeit, keine Perspektive 31
    Die Vermittler: Zwischen Hilfe und Ausbeutung 32
    Über Umwege nach Deutschland 34
    Für eine Saison auf deutsche Felder 35
    Mindestlohn? Nur auf dem Papier 37
    Pflege: Gewollt, aber nicht integriert 38
    Sprache und Kultur als Herausforderungen 39
    Gewerkschaften: Wirkungsvoll, wenn sie erreicht werden 41
    Georgien – ein „sicheres Herkunftsland“? 43
    Migrant*innen hinterlassen große Lücke 46
    Empfehlungen 47
     
  3. Fachkräfteausbildung vor Ort: Ein Pilotprojekt in Namibia 50
    Ein Gespräch mit Sebastian Stietzel, dem Präsidenten der Industrieund
    Handelskammer (IHK) Berlin, von Kirsten Krampe

    Die Autor*innen 54
    Impressum 55

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